Foodcoops für regionale Wirtschaft/Treffen/07. März 2007

Aus Foodcoopedia
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Wir haben uns Montag Abend in kleiner gemütlichen Runde getroffen und die bisherigen Fortschritte und weiteren Schritte diskutiert. Dabei waren Julia, Benni, Daniel und Jessica. Entschuldigt hatten sich Andreas, Vossi und Felix.

* Vorab zum nächsten Treffen:

Zur Auswahl stehen Do. 19.04 um 11 Uhr, oder Sa. 22.04 um 17 Uhr. Wer kann wann? (Als nächstes klären wir dann den Ort)

* Diskutiert haben wir erstmal unsere bisherige Kontakte

- Bäuerinen auf dem Markt

Julia sprach drei Bauern auf ihrem Markt in Wedding an und sammelte schon detaillierte Infos. Ich sprach auch einige auf dem Chamissomarkt und auf dem Markt an der Schönleinstr. Einige waren von der Idee einer Direktbelieferung von FCs sehr begeistert, andere weniger, u.a. wahrscheinlich auf Grund bisheriger chaotischer Erfahrungen mit FCs. Ein oft erwähntes Problem ist die der Belieferung - die Produzenten haben nicht immer bock, überall in Berlin rumzufahren.

- Anderes Beispiel

Ich stellte auch das Beispiel Buschberghof vor, nachdem ich ein spannendes Gespräch mit einer Frau führte, die von Anfang an an dem Aufbau der (solidarischen, privateigentumsfreien, quasi nicht-kommerziellen) (Land)Wirtschaftsgemeinschaft beteiligt war. Konkret ernährt ein 80 ha Hof ca. 380 Menschen. Diese Menschen treffen sich jährlich auf dem Hof und diskutieren, wie sie die Kosten des Hofs decken wollen (im letzten Jahr 300.000 Euro, umgerechnet pro Person und Monat ca. 65 Euro für eine Vollversorgung mit Gemüse, Kräuter, Milch, Joghurt, untersch. Käse, Fleisch usw.). In Gegenzug bekommen sie die Produkte, die sie brauchen. Diese Produkte sind von Preisbindungen und Wert dadurch befreit. Ein ähnliches Projekt existiert in Belzig (Lebensgut Lübnitz), vielleicht haben die Menschen dort auch Interesse an der Aufnahme von FCs in der Versorgergemeinschaft (werde ich anfragen).


Auf der Basis dieser ersten Inputs haben wir ein bisschen die Probleme die sich stellen und Lösungsvorschläge diskutiert.

* drei Vorstellungen...

...standen zur Diskussion, die sich aber nicht unbedingt ausschließen.

1) Gruppe übernimmt vor allem Vermittlerfunktion und versucht, direkten Kontakt zu Bauern bei anderen FCs anzuregen und zu stärken.

2) Gruppe versucht, das Potential von vernetzten FCs zu nutzen, um größere Bestellungen machen zu können, und dadurch Produzenten und Projekten aufm Land zu unterstützen. Außerdem überlegen wir, wie wir die logistischen Probleme (zentrale Lieferung, Verteilung) gelöst kriegen.

3) Gruppe bewegt sich in Richtung "Das etwas andere Großhandel" und strebt an, auch Cafés, Restaurants o. so miteinzubeziehen.

Ich glaube, wir konnten uns darauf einigen, (erstmal) das 2. anzustreben. Dies würde aber z.B. bedeuten, dass ein Fahrdienst als FC job eingerichtet wird, vielleicht mit einem 1x wöchentlich gemieteten Wagen. Außerdem müssten "unbekanntere", traditionelle Produkte, die von bestimmten Höfen angebaut werden ( und super gut schmecken, wie z.B. Stielmus, siehe http://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/show/1111138_l1/ern_Stielmus_aid.jpg) für FC-ler interessant gemacht werden, so dass sie auch gekauft werden.

* Auswahlkriterien

Diskutiert haben wir auch darüber, wie wir die Höfe überhaupt auswählen möchten. Erwähnte Kriterien waren u.a. Preis, Menge, Siegel oder Richtlinie, Sortiment, Selbstverständnis, Arbeitsbedingungen, sozial-solidarische Aktivitäten, Sympathie. Wenn ich das richtig aus der Gruppe verstehen konnte, haben wir uns einigermassen auf folg. geeinigt:

- Preis und Siegel sollten nicht vor Sympathien kommen (z.B. Projekt können wir toll finden, selbst wenn es aus welchem Grund auch immer keinen Siegel hat).

- Kontakte zu den Höfen bekommen wir über Bio-märkte, potentiell über Gäa (Vereinigung ökologischer Landbau), d.h. ein bio-Verständnis wird da sein. Bei Zweifeln an Anbaumethoden oder Arbeitsbedingungen der ErntehelferInnen sollten wir bei Möglichkeit selber hinfahren.

- Generell Besuche von Höfen wollen wir auch sonst organisieren, um uns schlauer über Produktionsbedingungen und Funktionsweise unterschiedlicher Höfe zu machen.

- die Bereitschaft der Produzenten, mit uns zu arbeiten (oder eben auch nicht), wird wahrscheinlich auch von vornherein die Auswahl begrenzen.

* Und zum Schluss das Wichtigste: Aufgaben bis zum nächsten Mal!

Für alle die können, ob ihr zum nächsten Treffen kommen könnt oder nicht:

- Wiki (http://coops.bombina.net/wiki/Hauptseite) mit Infos füllen, damit wir immer eine zentrale und aktuelle Version des Diskussionsstands haben. Ich habe auch schon versucht eine Seite für die Treffen anzulegen, sie ist auch auf der Homepage verlinkt: http://coops.bombina.net/wiki/Foodcoops_f%C3%BCr_regionale_Wirtschaft Leider konnte ich Felix' Protokoll vom letzten Mal in meiner Mails nicht mehr finden. Von wegen Infos in Mails verlieren sich...

- Bestellte Mengen der FCs für unterschiedliche Produkte (Gemüse, Obst) sammeln und zusammen addieren, um wenigstens einen Richtwert zu haben, der interessierten Produzenten mitgeteilt werden könnte.

- Kontakte mit den Produzenten weiterhin suchen, mit detaillierteren Anfragen antreten, Infos auch auf Wiki packen, allerdings werden die Kontaktdetails ohne Einwilligung der Produzenten nicht öffentlich gemacht.