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Lebensmittelkooperativen sind so verschieden wie die Menschen, die sie bilden: Die FC gibt es nicht. Dennoch sind sich die allermeisten über wesentliche Prinzipien einig.
 
Lebensmittelkooperativen sind so verschieden wie die Menschen, die sie bilden: Die FC gibt es nicht. Dennoch sind sich die allermeisten über wesentliche Prinzipien einig.
  
Die Coop besteht aus einer festen Gruppe von Mitgliedern. Ziel ist, kostendeckend und gewinnfrei zu wirtschaften. Sie setzt Engagement voraus und erfordert mehr Zeit, als für den Einkauf im Laden nötig ist.
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Die Coop besteht aus einer festen Gruppe von Mitgliedern. Ziel ist, kostendeckend und gewinnfrei zu wirtschaften. Sie setzt Engagement und Mitarbeit voraus und erfordert mehr Zeit, als für den Einkauf im Laden nötig ist.
  
 
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Coops sind hierarchiefrei gedacht; die Mitglieder treffen Entscheidungen gemeinsam. Die meisten FCs haben ein monatliches Plenum, auf dem die Arbeitskoordination, Organisationsprobleme, Verbesserungsvorschläge und gemeinsame Aktivitäten besprochen werden. Alle Arbeiten - Bestellungen, "Ladendienst", Finanzen - werden untereinander aufgeteilt. Darüber hinaus gibt es in manchen FCs Leute, die Produktinformationen einholen und solche, die die Food Coop-Idee in der Öffentlichkeit bekanntmachen.
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Coops sind hierarchiefrei gedacht; die Mitglieder treffen Entscheidungen gemeinsam. Die meisten FCs haben ein Plenum (monatlich bis dreimonatlich, auf dem die Arbeitskoordination, Organisationsprobleme, Verbesserungsvorschläge und gemeinsame Aktivitäten besprochen werden. Alle Arbeiten - Bestellungen, "Ladendienst", Finanzen, Organisation - werden untereinander aufgeteilt. Darüber hinaus gibt es in manchen FCs Leute, die Produktinformationen einholen und solche, die die Food Coop-Idee in der Öffentlichkeit bekanntmachen.
  
 
=== Arbeitsverteilung ===
 
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Version vom 19. Februar 2005, 12:05 Uhr

3., aktualisierte Auflage, 1995

Food Coops

was sie sind und warum wir mehr von ihnen brauchen. Ein Leitfaden zur Neugründung

Food Coops: Über den eigenen Tellerrand hinausgucken; nicht nur an die eigene Gesundheit, sondern auch daran denken, welche ErzeugerInnen und somit Anbauweise wir durch unsere Ernährungsgewohnheiten unterstützen.

Lebensmittelkooperativen (Food Coops) sind Zusammenschlüsse von Menschen, die den Einkauf vollwertiger und ökologischer Lebensmittel in die eigenen Hände genommen haben. Sie bestellen gemeinschaftlich und möglichst direkt bei den ErzeugerInnen.

Die ersten Food Coops in der BRD entstanden Mitte der 70er Jahre im Zusammenhang der Ökologie- und Bürgerinitiativen-Bewegung. In Berlin ist ihre Zahl in den letzten Jahren (nicht nur im Osten) stark angestiegen. Inzwischen gibt es hier mehr als 50 Coops.

Warum Food Coops?

Ein Grundprinzip der FCs ist es, Produkte aus ökologischem Landbau zu beziehen, die frisch und vollwertig sind. Bei einer Coop mitmachen ermöglicht, sich gesund zu ernähren.

FC-Mitglieder entziehen mit ihrer Ernährungsweise der konventionellen Agrarindustrie, die zur Zerstörung unserer Lebensgrundlage beiträgt, die Unterstützung.

Food Coops beziehen alternativ gehandelten Kaffee und Tee aus biologischem Anbau von ProduktionsgenossInnenschaften in "Dritte" Welt-Ländern zu Preisen weit über dem Weltmarktniveau.

Durch den Direktbezug der Waren entfällt der Preisaufschlag des Einzelhandels. Dadurch und durch die gemeinschaftliche Übernahme der Arbeiten (es gibt keine Angestellten) ergeben sich billigere Preise für Naturkost, ohne daß die ErzeugerInnenpreise gedrückt werden (im Gegenteil erhalten die Höfe so oft mehr als vom Großhandel). Die Preise werden auf diese Weise auch von weniger reichen Leuten akzeptiert.

Der direkte Kontakt zur ErzeugerIn, der auch persönliches Kennenlernen und Besuche auf den Höfen einschließt, leistet einen Beitrag zur Aufhebung der Entfremdung von unseren Nahrungsmitteln. Sie erlangen so eine angemessenere Bedeutung. Der Direktbezug verbessert Information und Kontrolle über die Herkunft der Lebensmittel. So wird auch Verständnis für die verzwickte Situation der BäuerInnen geschaffen.

Die FC schafft Kontakte zwischen Menschen aus der Nachbarschaft, die oft auch über die FC hinausgehen.

Bei einer FC mitmachen vergrößert den selbstbestimmten Lebensbereich: In der Gemeinschaft organisieren CooplerInnen ihre Lebensmittelversorgung basisdemokratisch. Food Coops sind ein Schritt vom fremdbestimmten Konsumieren zur bewußten Auseinandersetzung mit unseren Lebensgrundlagen.

Wie funktioniert eine Coop ?

Lebensmittelkooperativen sind so verschieden wie die Menschen, die sie bilden: Die FC gibt es nicht. Dennoch sind sich die allermeisten über wesentliche Prinzipien einig.

Die Coop besteht aus einer festen Gruppe von Mitgliedern. Ziel ist, kostendeckend und gewinnfrei zu wirtschaften. Sie setzt Engagement und Mitarbeit voraus und erfordert mehr Zeit, als für den Einkauf im Laden nötig ist.

Lagerraum

Wichtige Voraussetzung zur Gründung einer FC ist ein möglichst kühler und trockener Lagerraum. Er sollte ebenerdig sein, so daß ohne Probleme geliefert werden kann. Günstig sind Hinterhof-, Parterre- und Souterrainwohnungen. Erfolgversprechend ist es, bei Kirchengemeinden, (Umwelt-)Verbänden, Stadtteilinitiativen, Parteien oder auch Unis (z. B. beim AStA) nachzufragen. Manchen reicht schon eine ungenutzte Garage. Zweckmäßiges Inventar einer Coop sind u.a. ein Kühlschrank, eine Waage, Regale, Paletten, Käsebrett und -messer.

Mitgliederzahl

Die Mitgliederzahl hängt u.a. von der Größe des Raumes ab. Je mehr (in gewissen Grenzen) Menschen in einer FC mitmachen, desto weniger Arbeit fällt pro Person an und um so mehr ökologische Produkte werden gekauft. Andererseits wird die Coop so immer unpersönlicher. Die übliche Größe von FCs liegt zwischen 15 - 60 Mitgliedern.

Entscheidungen

Coops sind hierarchiefrei gedacht; die Mitglieder treffen Entscheidungen gemeinsam. Die meisten FCs haben ein Plenum (monatlich bis dreimonatlich, auf dem die Arbeitskoordination, Organisationsprobleme, Verbesserungsvorschläge und gemeinsame Aktivitäten besprochen werden. Alle Arbeiten - Bestellungen, "Ladendienst", Finanzen, Organisation - werden untereinander aufgeteilt. Darüber hinaus gibt es in manchen FCs Leute, die Produktinformationen einholen und solche, die die Food Coop-Idee in der Öffentlichkeit bekanntmachen.

Arbeitsverteilung

Manche FCs Verteilen die Arbeit auf alle Mitglieder. Hier stellt sich die Frage, wie lange mensch für eine Arbeit zuständig sein soll. Nachteil von seltenem Wechsel ist die Arbeitsbelastung für Einzelne, Vorteil ist die kompetente Erfüllung der übernommenen Aufgabe. Häufiges Wechseln schafft wahrscheinlich eine größere Übersicht und Verantwortlichkeit bei mehr Mitgliedern in bezug auf die gemeinsame Sache, andererseits vielleicht mehr Chaos. Häufiger Wechsel erfordert auch mehr Einarbeiten. Ein Mittelweg sind Kleingruppen, die jeweils für etwas längere Zeit mit einem Bereich betraut sind und sich intern abwechseln.

Bestellungen

Eine Übersicht über mögliche Bezugsquellen findet Ihr weiter unten.

Entweder wird diese Aufgabe entsprechend den LieferantInnen oder nach Produktgruppen aufgeteilt (wenn es mehrere Quellen für eine Gruppe, z.B. Obst und Gemüse, gibt). Die BestellerIn kann entsprechend der Erfahrung, was in den Wochen zuvor gekauft wurde, bestellen, oder (aufwendiger, aber sicherer) sie faßt die Einzelbestellungen der Mitglieder zusammen.

Zu entscheiden ist, welche Produktgruppen geführt werden sollen und ob mensch ein Vollsortiment haben will oder sich auf lagerfähige Produkte (Getreide, Brotaufstriche, Säfte u.ä.) beschränken möchte. Sinnvoll ist, den regelmäßigen LieferantInnen einen FC-Schlüssel zu geben, so daß nicht jedes Mal eineR die Bestellung entgegennehmen muß. Es ist üblich, daß die Produkte in die FC gestellt und später bargeldlos bezahlt werden. In einzelnen Fällen wird selbst abgeholt.

Kriterien für die Auswahl der Waren

Alle Lebensmittel sollten aus ökologischem Landbau stammen. Ausnahmen machen manche Coops nur dann, wenn es in einer Produktgruppe nur konventionelle Angebote auf dem Markt gibt.

Direktbezug wird dem Großhandel vorgezogen.

Waren aus der Region werden bevorzugt. Nur so sind persönliche Kontakte zur ErzeugerIn und ein energiesparender Transportweg möglich.

Food Coops bestellen hauptsächlich saisongemäßes Obst und Gemüse. Sie beziehen keine Produkte aus beheizten Treibhäusern.

Sie achten darauf, Verpackungsmüll zu vermeiden. Konkret heißt das, Pfandflaschen und -gläser zu bestellen. Vermieden werden kleine Verpackungseinheiten (500g oder 1kg) zugunsten von großen Säcken, Eimern etc., aus denen jedeR seine Lebensmittel in mitgebrachte Taschen, Gläser u.ä. selbst abfüllt.

Ladendienst

Die meisten FCs haben ein bis zwei Einkaufstermine in der Woche, üblicherweise jeweils ein bis zwei Stunden am frühen Abend. Bei manchen FCs haben alle Mitglieder einen Schlüssel und können jederzeit einkaufen. Ein oder zwei Leute ( = der Ladendienst) finden sich zu Beginn der Öffnungszeit in der FC ein. Wenn eine neue Lieferung angekommen ist, müssen sie vorzeitig da sein, um die Lebensmittel in die Regale zu stellen und auszupreisen. Wichtig ist, die auf dem Lieferzettel verzeichneten Waren mit den tatsächlich gelieferten zu vergleichen.

Bei manchen Coops gibt es keine Lagerhaltung. Hier wird die gesamte Lieferung gleich vollständig unter den Mitgliedern verteilt, was genaue Einzelbestellungen der Mitglieder erfordert.

Finanzen

Es hat sich als praktisch erwiesen, die Finanzen bargeldlos abzuwickeln. Dafür muß ein FC-Konto eingerichtet werden (am besten auf den Namen einer StudentIn, damit keine Gebühren entstehen).

Bei Lagerbeständen ist es nötig, daß jedes Mitglied eine "Grundeinlage" (ca. 50 - 150 DM) bezahlt. Beim Austritt aus der FC erhält mensch seine Einlage in bar oder Waren ausgezahlt. Außerdem gibt es einen Monatsbeitrag, der Miete und gemeinsame Anschaffungen abdeckt und meistens zwischen 5 und 10 DM liegt.

Durch Gewichtsschwund und Fäulnis der Produkte entsteht immer ein gewisser Verlust, der entweder durch einen prozentualen Aufschlag auf die Preise oder durch einen entsprechend höheren Monatsbeitrag abgedeckt werden muß. Letzteres begünstigt die, die viel einkaufen und wirkt umsatzerhöhend.

Praktisch kann die Bezahlung z. B. folgendermaßen ablaufen: Es gibt ein Kontobuch, in das das Guthaben ( = die Einzahlungen aufs Konto) jedes Mitglieds auf einer eigenen Seite eingetragen wird. Davon werden getätigte Einkäufe und Monatsbeitrag abgezogen. Geht das Guthaben eines Mitglieds gegen Null, ist es Zeit für eine neue Überweisung.

Einkäufe

JedeR wiegt seine Produkte selbst ab und addiert die Preise auf einem Zettel. Die Gesamtsumme zieht er von seinem Guthaben im Kontobuch ab. Der Zettel geht mit Namen und Datum, zur Kontrolle durch die Kassenleute, in einen Belegkasten. Da in großen Verpackungseinheiten bestellt wurde, muß jedeR seine eigenen Behältnisse mitbringen.

Rechtliches

Da Food Coops geschlossene Gruppen sind (d.h. nicht an Außenstehende verkaufen), haben sie nichts mit dem Gesundheitsamt zu tun. Da sie keinen Gewinn erwirtschaften, ebensowenig mit der Gewerbeaufsicht. Es empfiehlt sich bei möglichem Interesse von Ämtern dies auch klar zu zeigen: Eintritterklärung mit Anerkennung der Satzung / Geschäftordnung, Einzahlung der Einlage / des Mitgliedsbeitrages. Ggf. mit Schild an Raum anzeigen: "Nur für Mitglieder". Hygienisch zu arbeiten liegt aber in Eigeninteresse.

Wer die Haftung verteilen möchte, sollte eine schriftliche Satzung die auch dieses regelt beschließen. Wer keine ausdrückliche Rechtsform reglt, ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Manche Coops sind als e.V. organisiert. Das ermöglicht die Steuer auf dem Warenschwund erstattet zu bekommen.

Überschaubare Gruppen mit engem sozialem Kontakt haben in der Regel nicht mit Haftungsfällen zu kämpfen.

Klare von den Mitgliedern anerkannte Regeln können aber die Verantwortlichkeit fördern.

Kontakte zwischen den Coops in Berlin

Sie bestehen über monatliche Treffen in Coop-Räumen, die zur gegenseitigen Information und auch schon mal zur Koordination gemeinsamer Bestellungen genutzt werden - nach Bedarf um 19 Uhr. Unregelmäßig erscheint ein mail-Rundbrief, der zur Information und Diskussion FC-relevanter Fragen dient und für den jedes Coop-Mitglied aufgefordert ist, Beiträge zu liefern. (Bezug über Henrik Hempelmann: henrik@hempelmann.com.)

Verhältnis zu Bioläden

Food Coops und Naturkostläden stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Sie haben unterschiedliche Zielgruppen: Wer mehr Zeit hat als Geld, kann sich für die Coop entscheiden. Wem es eher an Zeit, als an Geld mangelt, für die ist der Bioladen ideal. Food Coops sind für Esser oft der Einstieg in Naturkost. FCs und Läden kommt es im Gegensatz zu großen Supermarktketten darauf an, über alternative Vermarktungswege eine ökologische und soziale Landwirtschaft zu fördern.

Mögliche Bezugsquellen

1. ProduzentInnen

1.1 Höfe in Brandenburg

Die im folgenden aufgelisteten Höfe beliefern bereits Coops oder haben daran Interesse. Sie sind nach Himmelsrichtungen von Berlin aus geordnet, um von vornherein eine Orientierung am Transportweg zu ermöglichen.

Nord

       * Biohof Hochfeld, Sabine u. Elmar Keller, 17258 Hochfeld, Tel. 039 820/469 (Demeter). Milch in 1l-Flaschen, Milchprodukte, Wurst, Brot (von der LEW-Vollkornbäckerei, Woldegk) 

Nord-West

       * Bioland Ranch Zempow, Bergmann/Schäkel GbR, Dorfstr. 14, 16837 Zempow, Tel. 033 923/546 (Bioland). Rindfleisch in Mischpaketen und Wurst.
       * lebens-Art Babe, z. H. Stefan Gast, Hauptstr. 10, 16845 Babe, Tel. 033 973/823 (Gäa). Breite Gemüsepalette, Kräuter, Getreide, Schweine u. Lämmer (nur ganz); Naturtextilien.
       * Betriebsgemeinschaft Arche Noah, Siedlungsweg 2, 14715 Hohennauen, Tel. 033 872/285 (Gäa). Milch(-produkte), breite Gemüsepalette, Kartoffeln, Getreide (Weizen, Roggen, Dinkel). 

Nord-Ost

       * Melchhof, Dorfstr. 20, 16230 Melchow, Tel. 033 37/2192 (Demeter/Bioland). Abokisten, breite Gemüsepalette, Kräuter, Kartoffeln
       * Land in Sicht e. V., Wendtshof 4, 17291 Wallmow, Tel./ Fax. 039 862/2145 (Bioland). Breite Gemüsepalette, Kartoffeln, Kräuter, etwas Obst (Erdbeeren, Äpfel...). 
       * Eichhorn, Edith Stöber und Olaf Willert, Dorfstr. 22, 16321 Rüdnitz, Tel. 03338/759855 (Gäa). Breite Gemüsepalette, Kartoffeln, Kräuter, Obst, Apfel- und Apfelmischsäfte, Lammleberwurst, Schafsfelle. http://www.eichhorn-hof.de

Ost

       * Karl-Georg u. Verena Zielke, Dorfstr. 8, 15306 Görlsdorf, Tel. 033 477/282 (Bioland). Breite Gemüsepalette, Kräuter, Obst (Kirschen, Äpfel, etwas Beeren), Obstwein und -säfte.
       * Hofgemeinschaft Apfeltraum, Am Bruch 12, 15374 Müncheberg, Tel. 033 432/898 41 (Demeter). Gemüsepalette (auch Mitauslieferung von Gemüse benachbarter Bio-Gärtnereien), auch in Abokisten, Getreide (Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer), Kartoffeln; Milch u. Fleisch ab Hof. 

Süd-West

       * Volker Rottstock, Dorfstr. 37, 14822 Deutsch-Bork, Tel. 033 748/703 85 (Bioland). Rindfleisch in Mischpaketen, Kartoffeln, Weihnachtsgänse.
       * SYNANON - Gut Schmerwitz, z. H. Brigitte Schiemann oder Gerhard Kraus, Dorfstr. 8, 14827 Schmerwitz, Tel. 0161/231 74 03 (Demeter). Gemüse, Kartoffeln, Milch in 1l-Flaschen, Milchprodukte, Getreide, Brot, Brötchen und Kuchen aus eigener Backstube, Wurst u. Fleisch von Rind u. Schwein, Honig. 

Süd

       * Axel Szilleweit, Ruhlsdorfer Str. 27, 14513 Teltow, Tel. 033 28/474 843 (Bioland). Obst (Süßkirschen, Äpfel, Birnen, Pflaumen), diverse Gemüse, Kartoffeln, Eier (sehr begrenzt), Ziegenmilch u. -fleisch, Kirsch- u. Apfelsaft.

1.2 Höfe in Niedersachsen

   * Wendlandkooperative, c/o Eichenhof, Zargleben 5a, 29487 Luckau, Tel. 05844/610. Zusammenschluß von zumeist "Bioland" angeschlossenen Höfen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg (östliches Niedersachsen) die Obst, Gemüse, Milchprodukte, Wurst und Fleisch nach Berlin liefern. 

1.3 Imkerei

   * Imkerei Bienenstich, Kristian Kaiser, Bahnhofstr. 5, 15374 Obersdorf, Tel./Fax 030/834 18 78 (Bioland). Leckere Honige, Honigwein (Met), Kerzen 

1.4 Vollkornbäckereien

Bäckereien, die das ganze Korn aus ökologischem Anbau verbacken, gibt es in Berlin ziemlich viele, so daß sich jede Coop, die von ihr aus nächstgelegene aussuchen kann.

1.5 Weingüter

Aus einigen uns bekannten Bio-Weingütern haben wir die folgenden aus geschmacklichen und Sympathiegründen ausgewählt. Mensch kann den Wein entweder abholen (billiger, schöner, zeitaufwendiger) oder sich per Spedition beliefern lassen.

   * Winfried Seeber, Edenkobener Str. 31, 67487 St. Martin, Tel. 06323/2301
   * Pix, Eisenbahnstr. 19, 79241 Ihringen, Tel. 07668/879

2. Großhandel

   * Midgard, Germendorfer Allee 20, 16515 Oranienburg-Eden, Tel: 03301/60 33 20/26 Fax: 03301/60 33 21. Geringerer Preisaufschlag als Terra (s. u.): 20 DM pro Lieferung. Schwerpunkt auf Demeter-Produkten, Frisch- und Trockensortiment, niedrige Mindestbestellmenge.
   * Ökotopia im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, Tel. 691 30 64. Kaffee und Tee. Ferner Wein und Schokolade.
   * GEPA, Regionalstelle Brandenburg, Lindenstr. 29, 14548 Caputh, Tel. 033 209/ 70 717. Liefert die aus "Dritte Welt"-Läden bekannten Produkte (Kaffee, Tee, Kakao, Nüsse, Gewürze, Handwerkswaren).
   * Terra Naturkost, Bergiusstr. 36, 12057 Berlin, Tel. 613 91 10. Von Säften über Getreide, Brotaufstrichen bis hin zu Waschmitteln und Kosmetika reicht die Produktpalette. Mindestbestellmenge für FCs, denen ein Preisaufschlag abverlangt wird: 1000 DM, bei Selbstabholen 600 DM, ab 1800 DM 3% Rabatt.
   * Terra Naturkost Frischdienst, Groß-Berliner Damm 77, 12487 Berlin-Johannisthal, Tel. 631 05 16. Liefern dienstags und donnerstags Milch(-produkte), Obst und Gemüse. Mindestbestellmenge: 350 DM 

FC-Kontaktadresse

Hier kann mensch sich - gegen frankierten Rückumschlag + 1 DM - nach in Gründung befindlichen FCs erkundigen, sowie seine eigene Initiative melden: Frauke Schröder, Blankenberg 11, 12161 Berlin (neu: 3.2001) Berlin. Ansonsten gibt es eine Liste der Berliner Food Coops zum nachschlagen.


Berlin-Wedding, den 15.6.95

Überarbeiteter Text von Lutz Helmke, Antwerpener Str. 5, 13353 Berlin. Vielen Dank an Annette Staab, Matti und Hardi. Überarbeitet und ergänzt Tom Albrecht 20.2.5

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