Trier (aufgelöst)

Aus Foodcoopedia
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Trierer Food Coop "Wilde Wurzel" 2013 aufgelöst - Neuanfang möglich

Die Trierer Foodcoop "Wilde Wurzel" hat seit den 80er Jahren, zeitweise mit Mitgliederladen und dann wieder als kleinere Garagencoop bis 2013 existiert und sich dann aufgrund geänderter Rahmenbedingungen, mangels kontinuierlicher Mitarbeit bzw der Bereitschaft Aufgaben verbindlich zu übernehmen aufgelöst.

Anfangs war der Kontakt zu regionalen Biobauern wichtig, inzwischen vermarkten die Biohöfe ihre Produkte selbst - Coops zu beliefern wurde für viele zu aufwändig. Einige Jahre wurden noch monatlich Bio­produkte günstig beim Bio-Großhandel eingekauft. Doch das selbstorganisierte Einkaufen wurde den Meisten schließlich zu aufwändig, die Ersparnis dabei immer geringer. Nach dem Wegfall des bisherigen Lagers – eine Garage in Trier-Nord, später ein Lagerraum in Trier Süd, zuletzt bis 2013 nahe der Universität Trier, stand die Coop ohne Lager da. In diesem Jahr wurde die Coop daher auch formell aufgelöst.

In anderen Städten existieren ähnliche Kooperativen und Mitgliederläden weiter. In Trier hat die Food Coop Pionierarbeit geleistet , doch die Idee hat sich jetzt erstmal überlebt. Das gewachsene Angebot an Bioläden und Produkten zeigt, dass sich der Wunsch bzw die Notwendigkeit von nachhaltigen und ökologischen Lebensmittels zunehmend etabliert hat wie auch Initiativen wie Lokale Agenda und Transition Trier zeigen.Ob es einen neuen Anlauf gibt bleibt ungewiss.

Vielleicht finden sich aber wieder genug Leute für einen neuen Anlauf?


Ein Handbuch zur Gründung einer FOOD COOP gibt es hier: http://www.nadir.org/nadir/periodika/contraste/food_coops.htm http://www.sfcoop.ch/files/Food-CoopHandbuch.pdf


HINTERGRUND: Warum eigentlich eine Essenskooperative?

   Die Food Coop ermöglichte uns ökologisch produzierte Lebensmittel zum einen direkt von Bauern der Region (kurze Kreisläufe und Wege, besserer Ökobilanz) und zum andern direkt und damit günstiger als im Bioladen von einem Großhändler zu bekommen.
   wir unterstützen regionale Biobauern (für uns meist günstiger, für die Bauern ein besserer Preis da ohne Zwischenhandel)
   wir erhalten die meisten Produkte günstiger als z.B. bei Biogate / dm /Bioläden,
   meist sind es auch sehr gute Produkte „Bioland“/ „Demeter“ und von Betrieben, die nicht Preisdumping betreiben und z.T. nur „EU-Bio“ sind
   wir haben einen besseren Bezug zu den Bauern/Bäuerinnen und Lebensmitteln
   wir arbeiten selbstorganisiert (Nachteil: mehr Arbeit, Kontinuität gefordert)